Kinder werden größer und ziehen aus – und plötzlich steht ein Zimmer leer. Oft entsteht daraus zunächst ein Raum, der nur selten für Übernachtungsgäste genutzt wird oder nach und nach zur Abstellkammer wird.
Dabei steckt gerade in einem ehemaligen Kinderzimmer unglaublich viel Potenzial. Mit einem durchdachten Raumkonzept kann daraus ein Ort entstehen, der perfekt zu den neuen Bedürfnissen passt – zum Beispiel ein Raum für die eigenen Hobbys, der gleichzeitig auch ein gemütliches Gästezimmer ist.
Genau vor dieser Aufgabe standen auch die Bewohner dieses Hauses. Ihr Wunsch war es, einen einladenden Raum für Übernachtungsgäste zu schaffen, ohne dabei auf ausreichend Stauraum für ihre Hobbys zu verzichten. Gleichzeitig war ihnen wichtig, möglichst nachhaltig zu handeln: Das vorhandene Regal und der Schrank sollten erhalten bleiben und sinnvoll in das neue Konzept integriert werden.
Wie aus einem ehemaligen Kinderzimmer ein wohnlicher Mehrzweckraum entstanden ist und warum dafür nicht alles neu gekauft werden musste, zeige ich euch in diesem Beitrag.

Die Wünsche der Bewohner
Das neue Zimmer sollte deutlich mehr sein als nur ein Gästezimmer. Gewünscht war ein Raum, der im Alltag aktiv genutzt wird und gleichzeitig bei Besuch in wenigen Handgriffen zu einem gemütlichen Rückzugsort wird.
Besonders wichtig war den Bewohnern, ihren Hobbys einen festen Platz zu geben. Für den Modellbau wurde eine großzügige Arbeitsfläche mit guter Beleuchtung benötigt, auf der Projekte auch einmal liegen bleiben dürfen. Gleichzeitig sollte ausreichend Stauraum für Werkzeuge, Materialien und Modelle vorhanden sein. Auch die Kalligrafie sollte ihren Platz finden – mit einer ruhigen, inspirierenden Atmosphäre und genügend Fläche zum Schreiben und Gestalten.
Außerdem sollten das vorhandene Regal und der Schrank weiter genutzt und in das neue Raumkonzept integriert werden.
So entstand ein Raum, der Kreativität, Funktion und Gemütlichkeit miteinander verbindet.


Das neue Raumkonzept
Der Schlafbereich wurde bewusst an die gegenüberliegende Seite des Raumes verlegt. Dort liegt er ruhiger und bietet deutlich mehr Privatsphäre – schließlich schläft niemand gerne zwischen Tür und Fenster.
An der frei gewordenen Stelle entstand stattdessen ein großzügiger Arbeitsbereich für die beiden Hobbys Modellbau und Kalligrafie. Das vorhandene Mobiliar wurde sinnvoll ergänzt: Ein schmaler Schubladencontainer wich einem breiteren Rollcontainer, in dem Kalligrafie-zeichnungen bis zum Format A2 sicher verstaut werden können.
Die drei vorhandenen weißen Billy-Regale wurden auf einen Sockel aus dunkelgrauen BESTA-Elementen gesetzt. Dadurch entsteht nicht nur eine optische Aufwertung, sondern auch zusätzlicher Stauraum durch die integrierten Schubladen. So konnten die vorhandenen Regale weiter genutzt und gleichzeitig funktional ergänzt werden.
Eine neue weiße Arbeitsplatte und schwarze Hängeschränke mit weißen Türen aus der Serie Metod von IKEA ergänzen den vorhandenen Schrank harmonisch. Die Farb- und Materialwahl wurde bewusst auf den Bestand abgestimmt, sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht und zusätzlicher Stauraum für die Arbeitsmaterialien geschaffen wird. Unterhalb der Hängeschränke bieten Lochplatten der Serie SKADIS von IKEA Platz für alles, was schnell griffbereit sein muss- Werkzeug, Stifte, etc.
Ein Stehtisch auf Rollen schafft einen flexiblen Arbeitsplatz. Zum Zeichnen bietet er ausreichend Platz und lässt sich bei Bedarf einfach zur Seite schieben, wenn das Zimmer als Gästezimmer genutzt wird.
Auch das Beleuchtungskonzept wurde auf die unterschiedlichen Nutzungen abgestimmt: Flache Deckenleuchten sorgen für eine gleichmäßige Grundbeleuchtung, eine Stehleuchte neben dem großzügigen Schlafsofa (Liegefläche 2 × 2 m) schafft eine gemütliche Stimmung, während eine Arbeitsplatzleuchte unter den Hängeschränken und eine weitere Stehleuchte am Stehtisch optimale Lichtverhältnisse für kreatives Arbeiten bieten.
Im Farbkonzept setzt das warme Gelb des Schlafsofas einen freundlichen Akzent und bildet einen harmonischen Kontrast zu dem Hellblau des Sitzpolsters, das aus einem bereits vorhandenen Stoff individuell angefertigt wurde. Gleichzeitig nimmt die Farbwahl Bezug auf den vorhandenen grün-grauen Teppichboden. Hellgraue Verdunklungsrollos und luftige Leinengardinen verleihen dem Raum eine gemütliche, einladende Atmosphäre.
Für eine ruhiges und wohnliches Ambiente sorgt die Wandfarbe Wimborne White von Farrow & Ball. Der warme Weißton bringt Helligkeit in den Raum, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen.




Mein Fazit
Räume dürfen sich verändern – genau wie die Menschen, die darin leben. Ein ehemaliges Kinderzimmer muss nicht leer stehen oder zum Abstellraum werden. Mit einem durchdachten Konzept entsteht ein Raum, der neue Bedürfnisse erfüllt und gleichzeitig vorhandene Möbel wertschätzt.
Ist bei euch auch gerade ein Kinderzimmer frei geworden?
Oder gibt es einen Raum, der einfach nicht mehr zu eurem Alltag passt?
Ich entwickle nachhaltige Raumkonzepte, die vorhandene Möbel sinnvoll integrieren und eure Räume an eure heutige Lebenssituation anpassen – ganz ohne alles neu zu kaufen.
Meldet euch gerne für ein unverbindliches Erstgespräch. Gemeinsam finden wir heraus, welches Potenzial in eurem Zuhause steckt.
